PapierFetz´n

PapierKünstlerTreffen 21.-25.Juni 2010

4. Havelländisches Künstlersymposium


veranstaltet von ARTtige Ländchen e.V.

01.08.2010 | 25.06.2010 | 24.06.2010 | 23.06.2010 | 19.06.2010
01.08.2010

Filmbeitrag der Ruppiner Medien - Petra Gottschalk

01.08.2010

Einen sehr schönen Beitrag über das PapierKünstlerTreffen hat das Havelland-TV zusammengestellt.
Unbedingt sehenswert.

Film ansehen
25.06.2010

Papiergeriesel : Vom Knüllen und Knistern - Angelika Wolpert

25.06.2010

Papier hat Sound - Reißen, Rollen, Knüllen, Trommeln, Falten, Tasten, Glätten, Knistern.

Beim Arbeiten mit Papier lasse ich mich auch von den Klängen inspirieren. Den Ablauf der Papierkomposition habe ich vorher aufgeschrieben und die gemeinsame Performance angeleitet. So haben zum Abschluss des Treffens alle teilnehmenden Künstlerinnen in der Runde mit einem Bogen Seidenpapier verschiedene visuelle Eindrücke und Geräusche erzeugt. In einer gemeinsamen und konzentrierten Aktion konnten wir uns mit dem Material Papier, mit dem wir alle gerne arbeiten, von einer anregenden und schönen Arbeitswoche verabschieden.



Angelika Wolpert "Kunststück Papier"
Angelika Wolpert "Kunststück Papier"
Angelika Wolpert "Kunststück Papier"
Angelika Wolpert "Kunststück Papier"

Vorführung: Kunststück Papier - Angelika Wolpert

25.06.2010

Anlässlich des PapierKünstlerTreffens habe ich eine Vorführung zu meinem Papierweg gemacht und die verschiedenen Stationen dargestellt. Begonnen hat er 1986 mit der Suche nach einem dreidimensionalen Material welches modellierbar, leicht und farbig ist. Der magische Stoff Papier hat mich in seinen Bann gezogen und seitdem nicht mehr losgelassen. In meine Vorführung habe ich einige Zauberkunststücke mit Papier integriert. Manchmal ist das Arbeiten mit Papier wie Zauberei. Die Objekte erscheinen und verwandeln sich. Bei den Papierarbeiten, die in der Natur vom Gutspark Kriele verbleiben, werden wie auf einem unbeschriebenen Blatt die Einflüsse von Sonne, Wind und Regen im Laufe der Zeit sichtbar werden und Spuren hinterlassen. Und zugleich wird der von mir vorgenommene Eingriff vergehen.



Inspirationsquellen - Imke Beek

25.06.2010

Meine Inspirationsquelle ist die Natur, die in verschiedenen und vielfältigen Erscheinungsformen und Abläufen in Erscheinung tritt. Der Wechsel der Jahreszeiten, die schnell auf einander folgen und die verändernden Wachstumsprozesse und Farbschattierunge faszinieren mich ganz besonders. Sich entfaltende Blätter, Schutzblätter, Blumen und Samen. Früchte mit harten Steinen, raue Schalen über weicheren Kernen, stachelig oder seidenweich, aufgeplatzte oder verwitterte Samenkapseln, aber auch Wachstumsformen, gerade oder gebogen, gegliedert oder spiralförmig. Die Strukturen von Bäumen im Winter faszinieren mich sehr. Hier in der Umgebung sind die Getreidefelder mit den blauen Kornblumen und Klatschmohne ganz schön. Es gibt hier Schöllkraut, wo die Blumen und Samen zugleich da sind.
Ich gebrauche natürliche Materialen, aber auch alltägliche wie Eisendraht, Drahtgeflecht, Äste und verschiede dünne Papiere, die in vielen Lagen mit Tapetenleim und Buchbinderleim auf einander geleimt werden. Mit Acrylfarbe male ich diese räumlichen Objekte, in den zur Natur passenden Farben und Variationen. Die Objekte und Installationen harmonieren nicht nur mit der Umgebung, sie schaffen dazu auch ein Spannungsfeld.

Hunde entstehen - Mariëlle van den Bergh

25.06.2010

Diese Woche bin ich dabei Hunde aus Papier zu gestalten. Inspiration kam aus India, wo ich im letztes Jahr mit meiner Familie in einem Künstlerhaus in Rajasthan wohnte. Was mir am meisten in diesen zwei Monaten beeindruckt hat war die Ungleichheit von Menschen und ihre verschiedenen Positionen im Leben. Ein Paria wird sich nie mischen können mit einen Brahmanen und es gibt viele Kasten und Unterkasten. Das ganze Leben ist von Geburt her bestimmt und von denen vielen Millionen Indern gibt es kaum einen der sich dagegen auflehnt. Jedenfalls waren es die Straßenhunden, die in einen Lücke im Leben getobt haben und die von jeden ignoriert werden, und die für mich als Künstler alle Konflikte verkörperlichten. Streuner, mit zerrissener und schuppiger Haut sind Nachts in aggressive Kämpfe verwickelt. In Kriele mache ich jetzt drei Hunde aus Papier geformt, mit Tesa zusammen geklebten Plastik welches dann überzogen wird mit einem Gerüst aus Peddigrohr. Alles wird danach beklebt mit kleinen Stücke Chinesisches Reispapier und Buchbinderleim. Der dritte Hund, ein Spitz, war für mich umwerfend. Vor zwei Tage lief er direkt an meinem Tisch vorbei; den ich sofort in alle Ansichten fotografierte. Heute beginnt die Arbeit ihn plastisch zu gestalten.
S.O. Wolter
S.O. Wolter "Papier & Brailleschrift"

INSPIRATION MOTIVATION EMOTION - Simone Wolter

25.06.2010

...PROFESSION KONZENTRATION KOMMUNIKATION AKTION PRÄSENTATION

… ein Aufenthalt im Krieler Gutshaus zum Papierkünstlerinnen Symposium 2010

… im Rahmen der Ausstellung:
Papierskulptur „Ohne Titel“, (Leimpapier), 2006
Installation im Gutspark: „Bahnhofstrasse 610“, (4 Leimpapierbahnen 290 x 140), 2010

… work in progress:
Kommunikation – Wahrnehmungen - Papier als Datenträger – Strukturen - Louis Braille….
...PAPIER & BRAILLESCHRIFT…

… eine kreative und produktive Zeit im herrlichsten Ambiente & bei schönstem Wetter!!!!

Imke Beek

Eine ereignisreiche Woche in Kriele - Imke Beek

25.06.2010

Hier, in dieser inspirierenden Umgebung ist es gut Entwürfe zu machen und auszuführen. Wir kamen am Montag mit dem Zug, und Petra fuhr uns durch schöne Korenfelder zu ihrem Gutshaus mit dem schönen Garten. Auch inspirierend sind die anderen Künstler mit Ihren sehr verschiedenen Techniken. Der Vortrag des Zen Kalligraphie-Meisters war sehr interessant.
Und auch Magda aus Polen erzählte über die Papierakademie in Lodz. Die Eltern Petras sorgen gut für uns mit Tee, Kaffee und Kuchen. Und die Mutter und die Köchin kochen herrliche Gerichte. So können wir uns den ganzen Tag nach unseren eigenen Sachen umsehen.
Ich habe organische Formen gemacht: aus Draht und Gaze, Drahtgeflecht hergestellt. Danach habe ich sie bekleidet mit Papier und Leim. Dann habe ich diese Formen aus Papier in die Sträucher und Bäume wachsen lassen. Am Abend sind wir zum Bronzegiesser Gégor gewandert. Er hat uns alles erzählt vom Giessen, das war toll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Woche morgen schon wieder am Ende ist.
Angelika Wolpert
Angelika Wolpert

Suchbild mit kleinen Veränderungen - Angelika Wolpert

25.06.2010

Ich halte mich in der Umgebung des ehemaligen Schafstalls im weiten Garten vom Gutshaus Kriele auf. Dort arbeite ich in Bezug zu den schon vorhandenen Pflanzen und den von Menschen vorgenommenen Veränderungen, die ich vorfinde. Dabei verwende ich handgeschöpfte weisse oder schwarze Papierbögen oder mit Tee und Tusche gefärbte Bänder aus Butterbrotpapier. Ich nehme kleine Veränderungen vor. Die Objekte sollen sich in die Natur einfügen und wie bei einem Suchbild bei näherer Betrachtung ins Auge fallen. Thematisch beschäftige ich mich gerade mit Verbindungen, Knoten und Verknüpfungen. Da trifft es sich gut, dass hier Papierkünstlerinnen, Bewohner des Landkreises und Besucher zusammen finden, interessante Entdeckungen gemacht und Netzwerke geknüpft werden. Die wunderbare Natur und die freundlichen Begegnungen erfreuen uns.
Ursi Schiegnitz - Papier-Frosch
Ursi Schiegnitz

Deformierte Papier-Frösche - Ursi Schiegnitz

25.06.2010

Momentan arbeite ich mit Reliefs, die ich voriges Jahr aus Ton geformt und mit Gips abgegossen habe. Es ist eine Serie von sieben Doppelreliefs von deformierten Fröschen. Nun werden diese ca.120 x 90 cm grossen Formen mit handgeschöpftem Papier abgeformt. Dafür wird als erste eine sehr dünne Schicht aufgetragen, darauf eine dickere Schicht gelegt. Danach werden die Reliefs in der Form getrocknet. Hier draussen in der Sonne geht der Trocknungsprozess sehr schnell und nach einem Tag kann das geformte Papier herausgelöst werden. Es ist überhaupt wunderbar hier und draussen im Park zu arbeiten. Überall um mich herum wird künstlerisch geschöpft und mit Papier geformt. Zwischendurch tauschen wir unsere fachlichen Erfahrungen aus oder philosophieren über unsere Themen. In den Essenspausen bei bestem Essen und Trinken, dass uns bereit gestellt wird, haben wir viel Spass miteinander.
Dorota Skoneczna bereitet die Faser vor
Dorota Skoneczna
Dorota Skoneczna und Magdalena Sobon

Working with natural fibres - Dorota Skoneczna

25.06.2010

I started with preparing the fibres on the first day. I use natural fibres, such as kozo, linen, abaca. On the first day I boiled kozo and on the first and second day I beat the fibres with a wooden hammer to soften the fibres. Then I died them, using different colours from synthetic dyes for cotton and linen. I made a first trial. I tried different screens and made several sheets. The first one I wanted to make very thin and transparent, but I couldn’t because it stuck to the fabric it was pressed on. Therefore I decided to make thicker papers and treated them as drafts to be developed later.
Arbeiten von Magdalene Sobon
Magdalena Sobon

Steps of work - Magdalena Sobon

25.06.2010

I am making a relief in plaster. It took me all day; this kind of work is tiresome and I need to be focussed. Yesterday there were a lot of guests, standing and watching our process. Finally in the end of the day I had six negatives prepared. Tomorrow I can fill the form with paper. Yesterday I did tests with small acrylic shapes, which I worked on with a nail. I put the shapes in the composition and I put handmade paper on it and press all together in the press. Than it has to dry.


24.06.2010

Vorführung Pflanzenpapier schöpfen - Petra Gottschalk

24.06.2010

Der Sommer ist die beste Zeit, um Pflanzenpapiere zu schöpfen. Die Natur liefert eine große Auswahl an Pflanzen, die Zellulose liefern. Ich habe eine kleine Übersicht über die große Vielzahl von Pflanzen gegen, die Zellusose liefern.
In diesem Sommer gibt es besonders schöne und beeindruckende Felder mit blauen Kornblumen. Um diesen Eindruck festzuhalten, haben wir in der Vorführung Kornblumen-Papier geschöpft. Wer Lust hatte konnte sein eigenes Papier schöpfen und als Erinnerung mit nach Hause nehmen.


Auf dem Weg zur Kunstgießerei in Landin
Kunstgießer Wolfgang Gregor

Besuch in der Kunstgießerei von Wolfgang Gregor - Marielle van den Berg

24.06.2010

Anschliessend sind wir zur Werkstatt von Gregor gelaufen. Er hat uns den ganzen Prozess des Bronzgusses erklärt. Giessen in Sand und Verlorene Form, die Wachsformen giessen in ein Silikongiessform mit Gipsstütze, die Luft- und Giesskanäle, Schmelztiegel von 18 bis 80 Kilo und noch vieles mehr. Die fertige Giessformen von Gregor sehen sensationel perfekt aus; keine Löcher, fast keinen Luftblasen. www.kunstgiesserei.de
Vortrag von Magdalena Sobon
Magdalena Sobon bei der Arbeit

Vortrag am Nachmittag - Marielle van den Berg

24.06.2010

Gestern gab es sogar eine Präsentation von Magda Sobon, die Lektorin ist an der Kunstakademie in Lodz, Polen. So sahen wir was alles gemacht wird in der Abteilung „Papier“ und einige Werken von bekannten Papierkünstlern aus Polen: Anna Goebel, Ewa Latkowska, Jolanta Wagner und Jagoda Krajewska. Am Ende zeigte Magda ihre eigene wunderschöne Kunstwerken: den Mond, die schwarze Sonne und ein Planetarium mit Miniaturen in jeden Planeten.
Ursi Schiegnitz aus Deutschland
Imke Beek aus den Niederlanden
Dorota Skonezna aus Polen
Magdalena Sobon aus Polen
Simone Wolter aus Deutschland
Angelika Wolpert aus Deutschland
Petra Gottschalk aus Deutschland
Marielle van den Bergh aus den Niederlanden

Arbeiten - Marielle van den Bergh

24.06.2010

PapierTreffen, das ist für mich jetzt: Künstlerische Arbeiten schaffen in der freien Natur mit Kollegen um sich herum, die auch spezialisiert sind in Papier , mit denen man sich schön unterhalten kann über deren Hintergrund und die Kulturelle Lage in Berlin, Kreis Brandenburg, Polen und Holland. Man sieht neue Techniken, andere Materialen und wie Papiere geschöpft werden vom ersten Beginn her: den Fasern.
23.06.2010

Kalligraphie- Vorführung - Beatrix Lehmann

23.06.2010

Herr Byong Oh Sunim (Koreanischer Zen- und Kalligraphie-Meister) während der Kalligraphie- Vorführung am Dienstag. Natürlich mit traditionellem koreanischen Papier – Hanji .

Interessierter Nachwuchs - Petra Gottschalk

23.06.2010

Für die Kinder war es ein besonderes Erlebnis, die verschiedenen Künstlerinnen kennenzulernen.
Eine so breite Palette von verschiedenen Möglichkeiten ist selten an einem Ort zu erleben.
Die Kinder haben die Chance genutzt und eigene Werke begonnen.
Petra Gottschalk im Gespräch mit Andreas Ernst

Eröffnung des Papierkünstlertreffens

23.06.2010

An Dienstag wurde das Papierkünstlertreffen im Gutshaus in Kriele vom Dezernent der Kreisverwaltung Andreas Ernst, eröffnet.
Magdalena Sobon
Magdalena Sobon

Bei der Arbeit

23.06.2010

Den Künstlerinnen kann täglich zwischen 15.00-18.00 Uhr beim Arbeiten zugeschaut werden. Hier ist die polnische Künstlerin Magdalena Sobon, bei der Arbeit
19.06.2010
der richtige Weg?
Kunstwerke von Marielle van den Bergh
Objekt von Marielle van den Bergh

Anreise - Marielle van den Bergh

19.06.2010

Wie ist Kriele zu finden, wo das PapierTreffen von acht Internationalen Künstlern stattfinden wird? Petra Gottschalk vom Pappenstil hat dort ihren Betrieb und organisiert dieses Jahr die Ausstellung PapierPerDu, das KünstlerSymposium PapierTreffen und im September den Papiermarkt ConfettiParade
Aber erst musste ich diesen Ort voller Kreativität mal finden. Ich war am Samstag abgereist aus Eindhoven in Holland und hatte die Kunstwerke von meiner Holländischen Kollegin Imke Beek im Auto dabei. Meine Sachen waren aufs Dach gebunden. Dummerweise hatte ich mich völlig auf die Navigation verlassen und habe mich eingedeckt mit einem dicken Autobahnbuch und irgendwann auf halbem Wege gab ich „Kriele“ in den Navigatot ein. Null, kein Resultat. Ich wusste von dem E-Mailverkehr mit Petra dass Kriele 35 Kilometer vor Berlin liegt, aber konnte mit zunehmender Panik es auch nicht auf der Karte finden. Eine SMS an meinen Supermann-zu-Hause lieferte die gewünschte Hilfe: Kriele liegt im Bereich Brandenburg, Gemeinde Kotzen. Diesmal wollte das Navi es glauben und gab Andeutungen. Nach der Autobahn folgte ein Landweg, die Dörfer wurden immer kleiner, die Wege schmaler. Irgendwann musste ich rechts abbiegen und das war dann ein winziger Landweg mit Betonplatten und einem Grashügel in der Mitte. Es ging an Häusern entlang, dann kamen Büsche und Bäume und schließlich ging es durch die wunderschönen Getreidefelder mit Kornblumen und Klapprosen (Mohn) . Mein Navi sagte es sollte noch Kilometer weiter gehen. Ringsumher rassten die riesigen Traktoren. Nirgendwo ein Haus oder Kirche zu erblicken. Ich konnte mir nicht vorstellen das dieser Weg der Hauptweg nach Kriele ist. Es sah mehr aus, als sei es der alte Weg von vor dem Zweiten Weltkrieg und seitdem hat sich so einiges geändert und meine Navigation hat das alles nicht mitbekommen. Aber wie Künstler sind, die nehmen erstmal ein Foto und die setzen sich dann durch und so geriet ich dann doch noch nach Kriele.

Ausstellungseröffnung PapierPerDu - Beatrix Lehmann

19.06.2010

Heute Abend wird im Gutshaus Kriele die Ausstellung PapierPerDu eröffnet. Die Ausstellung ist der Auftakt des Künstlersymposiums und des Papierkünstlertreffens „Papierfetz’n“.
Acht Künstlerinnen aus Polen, den Niederlanden und Deutschland werden vom 21. - 25. Juni in der Papierwerkstatt „Pappenstil“ von Petra Gottschalk in Kriele, gemeinsam arbeiten.

Besucher können in dieser Zeit täglich von 15.00 - 18.00 Uhr den Künstlerinnen bei der Arbeit zuschauen und mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Begleitend wird es Vorträge und Diskussionen rund um das Thema Papier geben.