Urkunden

die sie finden, werden in den meisten Fällen Personenstandsurkunden sein, die von einem Standesamt oder Pfaargemeine ausgestellt wurden. Eine Urkunde ist die mit einem Gegenstand fest verbundene Gedankenerklärung, die einen bestimmten Tatbestand fixiert und zumeist auch ihren Aussteller erkennen lässt.

Urkunden können auch aus verschiedenen Materialien bestehen. Sehr oft aber hat man es mit Holzschliffpapier zu tun. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, dass Folien eine Schutzfunktion ausführen, schaden diese auf lange Sicht nur dem Papier.

Eine Sterbeurkunde ausgestellt 1946, eine Taufbescheinigung ausgestellt 1891.



Eine Aufbewahrung in einem minimal luftdurchlässigen Karton mit säurefreien Papier zwischen den einzelnen Dokumenten ist besser. Bei der oben abgebildeten Taufbescheinigung wurde einst Tesaband angebracht. Die in einem Tesaband enthaltenen Stoffe schaden zwar dem Papier, sie sollten es aber nicht ohne professionelle Hilfe entfernen.

Eine sichere Umgebung muss auch geschafft werden für andere Materialien die ihnen begegnen können, wie z.B. Beurkundungen die auf Glas aufgebracht wurden. Die nebenstehende Abbildung zeigt eine Hinterglasmalerei, die als Erinnerung zur Konfirmation eines Martin Huanker geschaffen wurde. Die Malerei gibt Auskunft über das Geburts- und Konfirmationsdatum sowie den Ort und verwendeten Segensspruch.

Leider war das Glas zerbrochen. Für die jetzige Lagerung des Glases ist eine angepasste Schaumstoffkiste angefertigt worden.

Restauriert durch Tina Heintges, Studentin der Restaurierung an der FHTW Berlin.