Reinhold Gläser

geb.: 18. November 1890, Gottdorf, Riesengebirge
gest.: 21. Mai 1933, In seiner Wohnung Sorauer Straße 18

Wohnort: Sorauer Straße 18, Kreuzberg

Schon vor dem Ersten Weltkrieg tritt der Schlosser Reinhold Gläser der SPD bei. Aus dem Krieg zurück wechselt er zur USPD und schließlich zur KPD. Daneben ist er im Roten Frontkämpferbund und in der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO) aktiv. Im März 1933 funktioniert die SA ihr seit 1929 bestehendes Sturmlokal, den „Wiener Garten“ in der Wiener Straße 10, in einen Folterkeller um. Der in der nahe gelegenen Sorauer Straße wohnende Reinhold Gläser wird mehrmals hierher verschleppt und so grausam misshandelt, dass er zwei Monate später seinen Verletzungen erliegt.

Reinhold Gläser
Literatur und Gedenkzeichen

Kreuzberg. Ein Bezirk erinnert sich, hrsg. vom Kunstamt Kreuzberg, dem Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs und dem Kulturverein in der Galerie am Chamissoplatz, Berlin 1983.
Zur RGO siehe: Stefan Heinz: Moskaus Söldner? Der Einheitsverband der Metallarbeiter Berlins: Entwicklung und Scheitern einer kommunistischen Gewerkschaft, Hamburg 2010.

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